Pflege-Business

Warum Öffentlichkeitsarbeit ("PR") für Pflegeunternehmen wichtig ist

„Öffentlichkeitsarbeit ist nur etwas für große Konzerne. Pflegeunternehmen brauchen so etwas nicht.“ Unsinn! Um sich am Pflegemarkt abzuheben, zählen Image und Reputation.
16.11.2021

Solche Standpunkte sind Gift für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Ohne strategische und sinnvolle Öffentlichkeitsarbeit geht es nicht. Pflegeeinrichtungen sind auf ein tadelloses Ansehen in der Öffentlichkeit angewiesen. Dazu brauchen sie eine verlässliche und zielführende Kommunikation nach außen. Mit guter PR stimmen unterm Strich auch die Zahlen. Erfahre mehr dazu in diesem Artikel.

Was ist Werbung? Was ist Öffentlichkeitsarbeit?

Vorab eine kleine Unterscheidung zwischen Werbung und Öffentlichkeitsarbeit.

Einfach gesagt: Werbung versucht eine kurzfristige Kaufentscheidung zu erreichen. Eine solche trifft man etwa im Supermarkt oder Onlineshop. Das Ziel der Werbung ist meist das Hervorrufen von Emotionen. Es wird beispielsweise das Gefühl vermittelt, dass ein Produkt die Lebensweise positiv verändert, ein Bedürfnis stillt oder Wünsche erfüllt.

Öffentlichkeitsarbeit, auch bekannt als PR (= Public Relations), verfolgt hingegen einen langfristigen Ansatz. Sie ist als Beziehung zur Öffentlichkeit zu verstehen. PR will überzeugen, eine langlebige Wirkung erzielen und eine dauerhafte Einstellungsänderung herbeiführen. Das Ziel der PR ist der Verstand, also Kopf und Geist. Mit Informationen und harten Fakten werden Menschen bei ihren Kaufentscheidungen von PR begleitet.

Pflegeunternehmen und PR?

Gesundheit ist ein hohes Gut in unserer Gesellschaft und sehr eng mit Vertrauen in die Gesundheitsdienstleister verbunden. Ein mittlerweile großes Angebot an ambulanten oder stationären Pflegeeinrichtungen bundesweit führt dazu, dass viele Pflegeunternehmen um ihren Marktanteil kämpfen. Um sich von anderen Anbietern in der Pflege abzugrenzen, empfiehlt sich daher gute PR. Image und Reputation zählen häufig mehr als die fachliche Expertise. Welcher "Pflege-Laie" kann schon beurteilen, ob "richtig" oder "richtig gut" (besser noch: perfekt) gepflegt wird? Viele verlassen sich auf ihr Gefühl und den positiven Gesamteindruck. Dazu zählt vor allem die Bekanntheit eines Pflegeunternehmens.

Vier Säulen der PR

  1. Zu Beginn gilt es, Bekanntheit aufzubauen. Der Milchshake hat schon die Werbung hinter sich und die Kunden weltweit emotional überzeugt. Deine Pflegeeinrichtung muss sich bei deiner Zielgruppe, also bei den Pflegebedürftigen und Angehörigen, erst noch bekannt machen.
  2. Dazu muss die Information erfolgen, dass deine Pflegeeinrichtung auf dem Markt existiert. Konkret: Deine Pflegeeinrichtung muss ihr Angebot für die Zielgruppe sichtbar machen, also öffentlich zeigen.
  3. Wenn gute Informationen bei deiner Zielgruppe ankommen, kommt es zu einer Änderung der Einstellung. Die Zielgruppe erkennt, dass deine Pflegeeinrichtung ausgewählt werden könnte und zieht dies in Betracht.
  4. Dann erst ist die vierte Stufe erreicht: die Handlung. Aus der Zielgruppe werden echte Kunden deiner Pflegeeinrichtung. Sie schließen mit dir einen Vertrag.

Wo und wie betreiben Pflegeunternehmen PR?

Die Basis ist eine aktuelle und nutzerfreundliche Website. Sie ist oftmals das ausschlaggebende Kriterium für deine Zielgruppe, um Kunde zu werden. Soziale Medien wie Instagram, Twitter, Facebook, TikTok, YouTube und weitere Plattformen sind für deine laufende PR geeignet.

„Wer im Netz nicht gefunden wird, existiert nicht!“

Die Internetpräsenz deines Pflegeunternehmens ist die Visitenkarte im Netz. Ohne geht es nicht!

Natürlich gehören auch andere Publikationen zu einem guten und umfangreichen Informationsangebot, wie beispielsweise Flyer und Broschüren. Viele Kunden möchten „etwas in den Händen halten“.

Stelle dir deinen eigenen PR-Mix zusammen. Alle PR-Instrumente und PR-Maßnahmen müssen dabei stimmig und auf deine Zielgruppe ausgerichtet sein.

„Was nicht in den Medien geschieht, ist nicht relevant.“

Welche PR-Ziele sollte ein Pflegeunternehmen verfolgen?

  • Bekanntheitsgrad erhöhen: Eine kontinuierliche Berichterstattung in den Medien und in der Öffentlichkeit wird mit der Zeit zu einem höheren Bekanntheitsgrad bei deiner Zielgruppe und in der Region führen.
  • Austausch, Aufbau und Pflege einer Beziehung zur Öffentlichkeit: Die kontinuierliche öffentliche Kommunikation mit deiner Zielgruppe ist wichtig, um sie mit Informationen und Hintergrundwissen über dein Pflegeunternehmen zu versorgen. Durch einen aktiven Austausch erfährst du, was Kunden wichtig ist.
  • Aufbau und Pflege eines guten Images: Glaubwürdigkeit und Vertrauen sind die "Währung" von Pflegeeinrichtungen. Ihr verkauft keine Produkte, sondern eine kompetente Dienstleistung. Dabei zählt euer gutes Image, das stetig gepflegt werden muss.
  • Schaffung eines Expertenstatus: Wenn ihr als Pflegeeinrichtung fundierte und für die Öffentlichkeit verständliche Informationen in Form von Ratgeberthemen kommuniziert, stärkt das eure Expertise in der Öffentlichkeit.
  • Öffentliche Wertschätzung und Wahrnehmung: Wird in der Öffentlichkeit positiv und wertschätzend über die Leistungen deines Pflegeunternehmens berichtet, steigt die Identifikation des gesamten Teams mit seiner Arbeit und sorgt für Zufriedenheit.
  • Abgrenzung zu Mitbewerbern: Durch die Kommunikation eines geschärften Profils könnt ihr euch von euren Mitbewerbern gut abgrenzen. Ihr seid nicht beliebig, sondern habt einen Wiedererkennungswert, ein Gesicht.

Fazit

Eine gute PR führt in Pflegeunternehmen kurz-, mittel- und langfristig zu positiven Effekten:

  • Erhöhung des Marktanteils
  • Gewinnung neuer Kunden
  • Gewinnung neuer Mitarbeitender
  • Stärkung und Bindung des Teams
  • Schaffung einer erfolgreichen Kommunikationsgrundlage (auch in der Krise)

PS: Öffentlichkeitsarbeit für Pflegeunternehmen ist natürlich auch Bestandteil unserer Fernlehrgänge und Workshops.

Dein STEP von der Fachkraft zur Führungskraft!

Wir bieten Fernlehrgänge für die staatlich anerkannte Weiterbildung zur Führungskraft in der Altenpflege.

Hinter CURASTEP steht ein Team aus Gesundheits- und Sozialwissenschaftler:innen, Pflege- und Betriebswirt:innen, Rechtsanwält:innen, Gerontolog:innen, Pädagog:innen, Psycholog:innen, Coaches, Trainer:innen, IHK-Ausbilder:innen und Berater:innen für Pflegeeinrichtungen. Wir verfügen über fachspezifische Hochschulabschlüsse und langjährige Berufserfahrungen in der Pflegebranche. Freude an der Lehre und der Kommunikation runden unser Profil ab.


Zusammen leisten wir einen Beitrag für eine starke Pflege.
Foto Dr. Ina Hoppach
Dr. Ina Hoppach
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